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Aktuelles/Surf/News

Joel Parkinson

Parko und GT

Billabong Pro Mundaka 2006 – Tag 8

PR/Marketing Billabong am 10.10.2006 - 09:22 Uhr

Billabong Pro Mundaka
Association of Surfing Professionals (ASP)
2006 Foster’s Men’s World Tour
Mundaka, Euskadi-Spain
October 3 to 14, 2006
$US 280.000,--


Die Woche beginnt traumhaft hier in Mundaka! Ein wolkenloser Himmel, 25 Grad Lufttemperatur gegen Mittag und eine leichte Brise (offshore) lagen über der Flußmündung des Urdaibai und dem kleinen Fischerdorf Mundaka am heutigen Montag. Die Wochenend-Ausflügler sitzen wieder an ihren Schreibtischen und somit ist es in Mundaka erheblich ruhiger geworden im Vergleich zu Samstag und Sonntag. Der einlaufende Swell war schon in den frühen Morgenstunden sichtbar und mit dem einsetzenden Niedrigwasser gegen Mittag, sollten sich die Bedingungen nahezu perfekt für den Contest gestalten. Gegen 11Uhr konnte der Contest dann in sauberen 1m bis 1,5m Wellen mit den letzten beiden Heats der zweiten Runde fortgesetzt werden.

Um zu verstehen welche Bedingungen einteten müssen, um eine perfekte Left-Hander in Mundaka zu haben, muss man nur die Freesurfer am Morgen beobachten. Während des Hochwassers befindet sich das Line Up sehr viel weiter innen in Richtung zum Fluß. Dort finden bei Hochwasser die Wellen eine Sandbank, an der sie brechen können. Sobald dann das Niedrigwasser einsetzt, entsteht eine mächtige Strömung, die Sand aus dem Fluß Richtung offenes Meer transportiert und an der bekannten „Mundaka Sandbank“ ablagert, wo sich die berühmte Welle bricht. Mit dem einsetzenden Niedrigwasser verschiebt sich auch das Line Up immer weiter in Richtung offenes Meer. Die „Mundaka Sandbank“ am Eingang der Flußmündung ist entscheidend und entwickelt ihre volle Wirkung bei Niedrigwasser, einem entsprechenden Swell und Offshore-Wind.

In der zweiten Runde bekommen alle Verlierer der ersten Runde eine letzte Chance, um sich für die dritte Runde zu qualifizieren. Victor Ribas konnte sich als vierter Brasilianer seinen Platz in der nächsten Runde sichern. Der 34-jährige Brasilianer setzte sich mit 14,77 Punkten gegen den Australier Darren O’Rafferty durch, der lediglich eine Gesamtpunktzahl von 12,00 erreichen konnte.
Nathan Hedge (AUS) war in seinem Heat gegen den US-Amerikaner Chris Ward chancenlos. 7,83 Punkte waren für Hedge nicht genug, um gegen Wards 11,16 Punkte bestehen zu können.

Was anschließend folgen sollte war nicht nur der ersten Heat der dritten Runde, sondern sollte sich für Joel Parkinson zu dem Heat seiner Karriere entwickeln. Der 25-jährige Gold Coast Surfer musste in dieser Runde gegen seinen australischen Landsmann Jarrad Howse aufs Wasser. Wenige Minuten zuvor hatten es Hedge und Ward noch mit durchschnittlichen Bedingungen zu tun, aber für Parko und Howse zeigte sich Mundaka von seiner Schokoladenseite! Das Signal für den Beginn des Heats war gerade verklungen, da lief ein großes Set ein und Parkinson zögerte keine Sekunde. Was dann folgte war eine nahezu perfekte Demonstration wozu dieser Ausnahmesurfer in den richtigen Bedingungen fähig ist. Parkinson verschwand für nicht weniger als 4 Sekunden in mehreren Barrels und beendete diese endlose Welle mit einigen riesigen Floatern. Die Judges belohnten diese Performance mit nicht weniger als 9,97 Punkten (maximale Punktzahl für eine Welle: 10 Punkte)! Alle Leute am Contestgelände, die bis dahin noch mit anderen Dingen beschäftigt waren, versammelten sich nun vor den Fernsehschirmen, um die Zeitlupenwiederholung dieses fantastischen Ritts zu sehen. Bereits nach dieser ersten Welle wusste Howse, dass es nicht einfach werden sollte hier und heute gegen seinen Landsmann zu bestehen. Als Parkinson sich dann aufmachte und eine ähnlich gute zweite Performance hinzulegen, die mit 9,73 Punkten bewertet wurde, war die Sache gelaufen. Joel Parkinson unterstrich mit diesem Heat seine Ansprüche auf den Weltmeistertitel mehr als deutlich. „Mundaka ändert sich so schnell. In dem Heat vor unserem waren die Wellen komplett anderes und mit den Sets, die in unserem Heat reinkamen, war es einfach perfekt. Es war unglaublich, wir haben 3ft Surf und dann bekomme ich solche Barrels. Ich fühlte mich richtig gut und bin so glücklich über die Wellen, die ich da eben bekommen habe. Jarred und ich haben da draussen die ganze Zeit gesprochen, und er hat mir von einer irren Welle erzählt, die er kurz vor meinem zweiten Score bekommen hatte. Er konnte allerdings keine zweite gute Welle nachlegen. Ich werden von diesem Heat bestimmt noch meinen Enkeln erzählen“, kommentierte Parkinson anschließend.

Ein weiterer Kandidat auf den Titel in diesem Jahr ist Mick Fanning, der zusammen mit Parkinson aufgewachsen ist. Fanning konnte nicht weniger als 18,00 Punkte in seinem Heat gegen Toby Martin (AUS) verbuchen und setzte sich so letztendlich souverän gegen Martins 15,00 Punkte durch. Fanning und Parkinson hatten schon wenige Tage zuvor angekündigt, dass sie gemeinsam alles daran setzen wollen Kelly Slater von seinem achten Titel abzuhalten. Sofern sie im Viertelfinale hier in Mundaka nicht aufeinander treffen, können beide zusammen hier noch sehr viel erreichen. Fanning nach seinem Heat: „Alles ist gut gelaufen, ich hatte ein paar recht ordentliche Wellen. Ich habe Parkos Heat gesehen und bin dann kurz zurück ins Hotel um mich für meinen Heat fertig zu machen. Als ich wieder zurückkomme, ist der Wind mit einmal onshore und ich denke mir: Hey, wo sind die Barrels hin. Ich lag in meinem Heat bis zu meiner letzten Welle hinten und war echt sauer. Glücklicherweise kam dann noch ein Set rein, dass ich zu meinen Gunsten nutzen konnte. Parko und ich müssen jetzt alles geben und weiterhin versuchen von Heat zu Heat zu kommen. Vielleicht schaffen wir dann noch ein Finale zusammen.“

Die hawaiianische Delegation in Person von Bruce Irons und Pancho Sullivan setzten sich in ihren Aufeinandertreffen mit Luke Stedman (Irons) und Tim Reyes (Sullivan) ebenfalls durch. Irons zeigte ebenfalls, dass er es versteht mit Barrels und Tubes umzugehen und scorte 9,17 Punkte mit seiner vierten Welle in seinem Heat. Insgesamt erreichte er 13,84 Punkte. Sullivan setzte sich mit 15,10 Punkten gegen die 13,34 Punkte von Tim Reyes durch.

Im ersten Heat am morgigen Dienstag kommt es zu einer sehr interessanten Paarung zwischen dem siebenfachen Weltmeister Kelly Slater (USA) und dem baskischen Lokalmatadoren Hodei Collazo. Slater bringt bei diesem Aufeindertreffen ohne Frage die größere Erfahrung mit, aber der Spanier wird versuchen seinen Heimvorteil zu nutzen und alles daran setzen für die Überraschung zu sorgen, die sich einige hier in Mundaka erhoffen.

Morgen um 09.00Uhr werden die Bedingungen von Contest Director Mike Parsons erstmals bewertet und man kann wohl von einem ähnlichen Beginn wie heute (gegen Mittag) ausgehen. Die Wellenvorhersage verspricht ähnliche Bedingungen wie heute und auch das gute Wetter soll weiter anhalten. Mittwoch schwächen sich die Wellen dann etwas ab und für Donnerstag wird der stärkste Swell der Woche vorhergesagt. Am Ball bzw. am Computer bleiben lohnt sich also in jedem Fall und mit etwas Glück gibt es auch morgen unter www.billabongpro.com ähnlich gutes Wellenreiten wie heute zu erleben.


Alle Ergebnisse der zweiten Runde:
Heat 1: Kelly Slater (USA) 15.17 def Cory Arrambide (USA) 5.27
Heat 2: Hodei Collazo (EUK) 9.17 def Taylor Knox (USA) 9.00
Heat 3: Tom Whitaker (AUS) 16.33 def Hira Terinatoofa (PYF) 12.07
Heat 4: Dean Morrison (AUS) 15.33 def Luke Egan (AUS) 7.70
Heat 5: Yuri Sodre (BRA) 15.50 def Danny Wills (AUS) 12.50
Heat 6: Adrian Buchan (AUS) 15.34 def Bede Durbidge (AUS) 15.30
Heat 7: Toby Martin (AUS) 10.67 def Mark Occhilupo (AUS) 9.50
Heat 8: Mikael Picon (FRA) 16.20 def Fred Patacchia (HAW) 13.83
Heat 9: Greg Emslie (ZAF) 10.00 def Davey Weare (ZAF) 9.16
Heat 10: Shaun Cansdell (AUS) 12.10 def Pedro Henrique (BRA) 10.83
Heat 11: Travis Logie (ZAF) 15.17 def Raoni Monteiro (BRA) 11.57
Heat 12: Cory Lopez (USA) 16.33 def Roy Powers (HAW) 8.67
Heat 13: Trent Munro (AUS) 14.83 def Marcelo Nunes (BRA) 13.70
Heat 14: Adriano de Souza (BRA) 14.50 def Paulo Moura (BRA) 13.00
Heat 15: Victor Ribas (BRA) 14,77 def Darren O’Rafferty (AUS) 12,00
Heat 16: Chris Ward (USA) 11,16 def Nathan Hedge (AUS) 7,83


Ergebnisse der dritten Runde bis dato:
Heat 1: Joel Parkinson (Aus) 19.70 def. Jarrad Howse (Aus) 8.27
Heat 2: Bruce Irons (Haw) 13.84 def. Luke Stedman (Aus) 7.66
Heat 3: Victor Ribas (Bra) 11.27 def. CJ Hobgood (Aus) 10.84
Heat 4: Mick Fanning (Aus) 18.00 def. Toby Martin (Aus) 15.00
Heat 5: Pancho Sullivan (Haw) 15.10 def. Tim Reyes (USA) 13.34
Heat 6: Tom Whitaker (Aus) 17.27 def. Chris Ward (USA) 13.67
Heat 7: Cory Lopez (USA) 12.17 def Travis Logie (ZAF) 10.34

Ausstehende Heats der dritten Runde:
Heat 8: Kelly Slater (USA) vs Hodei Collazo (EUK)
Heat 9: Andy Irons (HAW) vs Yuri Sodre (BRA)
Heat 10: Shaun Cansdell (AUS) vs Trent Munro (AUS)
Heat 11: Bobby Martinez (USA) vs Peterson Rosa (BRA)
Heat 12: Phil MacDonald (AUS) vs Jake Paterson (AUS)
Heat 13: Taj Burrow (AUS) vs Adrian Buchan (AUS)
Heat 14: Greg Emslie (ZAF) vs Adriano de Souza (BRA)
Heat 15: Damien Hobgood (USA) vs Mikael Picon (FRA)
Heat 16: Dean Morrison (AUS) vs Michael Lowe (AUS)


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