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Surfari/StoriesSuper Wellen und nur Zuschauer!surf2b am 04.02.2007 - 18:08 UhrEs gibt nichts frustrierenderes als super Wellen vor der Nase und nicht surfen zu können. Auch schöne Erinnerungsbilder von leeren Wellen können da nicht wirklich trösten.Im August letzten Jahres fuhren wir in der letzten Ferienwoche noch mal eben kurz für einen Surftrip nach Norderney. Eigentlich ein Zeitpunkt an dem man nicht unbedingt das Brett hätte mitnehmen müssen. Im Sommer ist die Nordsee doch eher platt. Zusätzlich plagte mich eine Knieentzündung und ich musste fit werden, da ich eine neue Stelle nach den Ferien beginnen sollte. Trotzdem nahm ich das Longboard mit, da ich es unerträglich finde an das Meer zu fahren und kein Brett dabei zu haben. Obwohl Ferien, bekamen wir mit unserem Bulli einen Stellplatz auf dem Campingplatz und die Wellen ließen auch nicht lange warten. Ein Sturmtief brachte atlantikmäßige Wellen an den Strand. Schnell in den Neo und ab zu Fuß mit dem Surfbrett unter dem Arm ging es zum Strand. Unter der Absicht nur im Liegen mehr mit dem Longboard eher Bodyboarding zu machen, um das Knie zu schonen paddelte ich zum Lineup hinaus. Aber wie es so kommen sollte, als die erste Welle heranrollte und sich schön zu entfächern begann, da sprang ich automatisch nach dem Anpaddeln auf das Surfbrett und surfte einen sauberen Backside Turn und schön an der Wand entlang. Nach einem Wendemanöver verlängerte ich den Ritt in einem Reformer Frontside bis zum Strand. Ein wunderschönes Erlebnis und ich war völlig stoked, nur leider war da mein Knie anderer Meinung und es ging nun gar nichts mehr. An ein weiteres Aufstehen auf dem Brett war gar nicht zu denken. Also paddelte ich wieder hinaus und surfte die nächsten Wellen im Liegen. Tröstlich war, dass der Wind auffrischte und die wellen nicht mehr so schön lang liefen wie zuvor. Schlimmer wurde meine Stimmung am nächsten Tag. Denn die Wellen vom Vortag waren nur die Einstimmung auf noch höhere Wellen in den kommenden Tagen. Traumwellen im August auf Norderney und mein Knie war so dick, dass sich da nichts bewegen lassen wollte. Tief betrübt fuhr ich mit dem Fahrrad im leichtesten Gang zum Januskopf, denn Laufen ging auch nicht mehr gut. Hier trifft man auch lokale Surfer im Wasser. Schmollend setzte ich mich an den Strand und sah ihnen zu, wie sie eine wunderbare Welle nach der anderen surften bis in den Sonnenuntergang hinein. Also ein wirklich perfekter Tag. Die Wellen liefen gegen Abend wieder schön sauber, da der Wind nachgelassen hatte und eine typische Abendstimmung auf dem Wasser setzte ein. Diese friedliche Stimmung draußen im Lineup, wenn die Wasseroberfläche ganz glatt ist, reine Setwellen hereinrollen und das einzige Geräusch das Kreischen der Möwen ist. Das Abendlicht spiegelt sich auf der glatten Nordsee und alles ist in ein zartes Rosa getaucht. Ein Blick zurück zum Land zeigt die Dünen in einem warmen orangegelb. So ging ein wirklich trauriger Tag dem Ende entgegen. Anzeige |
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