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Stormsurf

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Scheveningen Süd

Fish Test bei Sturmsurf in Scheveningen

surf2b am 23.03.2007 - 18:32 Uhr

Die Vorhersagen waren excellent und für Sonntag Morgen war auch die Windvorhersage gemäßigt. Also stieg ich am Samstag Abend in den Bulli und zog gen holländische Küste.

Die Nacht im Bulli wurde ziemlich lang, weil der Wind so heftig an die Karosserie knallte, dass auch der Rotwein am Abend nicht viel geholfen hat, um ein wenig Schlaf zu finden.

Früh morgens hielt mich also dann gar nichts mehr im Schlafsack und ich schlug mich im Nieselregen über die Düne an den Strand vor. Wellen ohne Ende, aber auch ein extrem starker Wind aus südlicher Richtung schlugen mir entgegen. Also machte ich kehrt, aß schnell eine Banane zur Kräftigung und tuckerte das Kopfsteinpflaster entlang zum Nordstrand. Hier wurden die Wellen von der Hafenmauer gegen den Südwind geschützt und es liefen schöne Wellen an den Strand.

Mühselig gestaltete sich allerdings der Weg vom Bulli mit dem Longboard in das Wasser. Mit viel Kraftaufwand schleppte ich mich hoch motiviert gegen den Wind bis zu den Nordseewellen voran und war dann endlich auf dem Brett, um hinaus zu paddeln.

Die Mühe wurde mit einer dann hinter den Wolken hervorkommenden Sonne belohnt. Der Wind ließ immer mehr nach und am Ende der Session konnte ich auch noch relativ entspannt mit dem Longboard zurück zum Bulli kommen.

Ein weiterer Pluspunkt: Mit mir war nur ein weiterer Surfer im Wasser. Eine schöne Welle nach der anderen warteten also nur darauf gesurft zu werden.

Um 9 Uhr war dann diese wunderbare Surfsession beendet und ich fuhr mit dem Bulli zum Hafen, um mich mit einem heißen Kaffee aufzuwärmen. Da ab März am Nordstrand wieder Parkgebühren ab 10.00 Uhr anfallen, pausierte ich wieder auf dem Parkplatz am Südstrand und habe mich erst mal mit einem ausgedehnten Frühstück im Bulli gestärkt.

Der Wind wurde wieder stärker und drehte auf onshore, also West. Die Wellen wurden höher und höher, aber auch total verblasen. Da war selbst kein Holländer im Wasser.

Am Nachmittag wurde es dann wieder etwas besser, aber die Wellen wurden noch immer höher und der Wind war extrem stark. Also entschied ich mich meinen bereits lang gehegten Plan umzusetzen und mal ein Fish auszuprobieren. Im Harbeach Shop kann man sich ein Fish zum testen ausleihen. Mit dem wesentlich kürzeren Brett war dann der Weg in das Waser wesentlich leichter.

Das Brett hat einen klassischen Retro Swallow Tail, ist 5,10' lang und 21'' breit sowie 2,5 dick. Die Rails sind ziemlich fett. Die Lage auf dem Brett war dann vom Auftrieb her auch ähnlich dem Longboard. Auch das Paddeln war relativ einfach. Obwohl natürlich der extreme Strom an der Hafenmauer eher dafür verantwortlich war. Dieser Strom ließ es auch nicht zu bereits eher kleinere Wellen zu nehmen. Diese kleineren Wellen trieben mich dann immer wieder Richtung Hafenmauer und somit war ich gezwungen zu den fetten Brechern draußen rauszupaddeln. Schnell habe ich gemerkt, dass die Idee mit dem Test unter diesen Bedingungen vielleicht doch nicht ganz gelungen war. Da hat man doch lieber ein bekanntes Brett unter den Füßen.

Schon beim Take Off habe ich gemerkt, dass das Fish weniger verzeiht als mein Longboard. Spätere Starts wurden direkt loose und es war schwierig aufzustehen. Und so musste ich einen fetten Wipe Out hinnehmen, nach dem ich froh war wieder Luft zu atmen. Die Eigenschaften des Fish, die Vorteile gegenüber dem Longboard bieten würden, wie der kleinere Radius konnte ich nicht wirklich testen. Obwohl die Wellen das durchaus hergaben. Sie waren hoch und kurz, eben genau die Konstellation, wofür ich das Brett eigentlich auch testen wollte. Aber meine Wellenauswahl und meine Positionierung waren an diesem Sonntag nachmittag einfach schlecht. Die Wellen brachen immer woanders und so fehlte es mir einfach an Können die Wellen besser unter stürmischen Bedingungen zu lesen. Diese letzte Surfsession bot dafür einiges an Adrenalin und Spannung.

Auf dem Weg zurück zum Bulli fing es dann auch noch an zu hageln und zu schneien und da hab eich dann kurzer Hand die Abendsession ausfallen lassen und bin mit dem Bulli um 17.30 Uhr gen Heimat getuckert. Trotz oder gerade wegen der widrigen Bedingungen mit einem fetten Grinsen im Gesicht.

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