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Surfari/Stories![]() Scheveningen Live![]() Scheveningen Morgens![]() Morning Lines![]() Surfpause![]() Scheveningen Mittags![]() Surfrumble 2006![]() ScheveningenDie Sonne im Rücken, dem Mond entgegensurf2b am 09.10.2006 - 18:06 UhrDie ganze Woche über habe ich die Wetterkarten und Wellenvorhersagen studiert und schon geahnt, dass der Sonntag wieder einer der Tage sein wird, an dem mich nur die Kälte und der Hunger aus dem Wasser kriegen, nicht aber wellenlose Zeiten. Also noch mal kurz einen Check im Internet am Samstag und meine Überlegungen sollten sich bestätigen. Zwar war die Vorhersage der Wellenhöhe geringer als die Woche über, aber der Wind bläst Samstag noch aus westlicher Richtung und soll sich am Sonntag süd- bis südwestlich wenden. Also für Scheveningen ideale Bedingungen mit Wellen bis zu 1,3 Meter morgens und gen Nachmittag 0,9 Metern. Durchaus noch passabel für das Longboard. Der Bulli wurde gepackt, kurzfristige Mitfahrer ließen sich nicht animieren und so tuckerte ich um 6.15 Uhr los gen Westen, dem noch am Himmel scheinenden Vollmond entgegen. Später folgte die aufgehende Sonne im Rückspiegel auf der Autobahn.Etwa hundert Kilometer vor Scheveningen war es dann vorbei mit der Sonne. Dicke Wolken hingen am Himmel und es war noch ziemlich frisch, als ich dann um 10.15 Uhr den Nordpier erreicht habe. Der Anblick der Wellen erwärmte aber mein Herz wieder sehr schnell. Noch kurz ein paar Münzen in die Parkuhr, denn anders als nördlicher an der holländischen Küste muss man hier auch im Oktober noch bezahlen, und schon schlüpfte ich in meinen Neo und wachste mein Brett. Heute wollte ich mir diesen Ausblick gönnen und blieb trotz Parkgebühren an der Promenade stehen. Noch aus vorhergehenden Jahren bekannt nutzte ich den Channel direkt an der Hafenmauer und paddelte mit wenigen Armzügen bequem an ein paar Möwen vorbei zum Lineup hinter der Brechungslinie. Es waren noch wenige Surfer im Wasser und die Stimmung war entspannt. Der Wind war mäßig und kam wie angekündigt offshore. Also wirklich super saubere Wellen, die nur darauf warteten gesurft zu werden. Und davon gab es jede Menge. Die pausen zwischen den Sets waren sehr klein und so war es kein Problem auch mal auf ein paar Wellen zu verzichten, um den Holländern nicht das Surfen am Homespot zu vermiesen. Mit einem freundlichen Lächeln wurde das auch oft begrüßt. Meine Wellenauswahl war anfangs nicht so glücklich, so dass die erste Session hätte besser laufen können, aber morgens war der Wind noch so, dass man auch weiter innen noch gut wieder vor Ort rauspaddeln konnte. Und so hatte ich genug Gelegenheit es besser zu machen. Nach 1,5 Stunden wurde mir dann doch kalt und die Sonne ließ sich auch noch nicht blicken. Also nahm ich noch eine letzte Welle und wärmte mich danach im Bulli mit einem heißen "Hexentee" auf. Dieser super Aufwärmtee aus Ingwerstücken, Apfelstücken und Pfefferkörnern hat sich schon oft bewährt. Aus dem Bulli heraus in exklusiver Lage konnte ich dann weiter die Wellen beobachten und mich dabei stärken. Schön ausgeruht und aufgewärmt startete ich dann die zweite Session in der dann glücklicherweise auch noch der Himmel aufbrach und auch hier die Sonne sich blicken ließ. Somit wurde diese Session wesentlich länger. Auch, weil sich der Wind gedreht hat und die Wellen weiter innen doch kruseliger wurden und das rauspaddeln gegen viel Weißwasser anstrengender wurde. Hinzu kamen zwei Surfkurse. Also hieß es immer wieder am Strand entlang gegen den immer stärker aufdrehenden Wind zur Hafenmauer laufen und wieder an den Möwen vorbei hinauszupaddeln. Aber die Wellen hier behielten ihre Qualität und hörten nicht auf zu brechen. Ein Traum, um weitere Manöver zu üben oder einfach sicherer zu werden. Irgendwann ließen aber dann am Nachmittag doch die Kräfte nach und schweren Herzens verließ ich das Wasser. Und die Wellen brachen und brachen, liefen einfach ohne Ende. Es wurde voller und voller im Wasser, aber das tat dem Spaß keinen Abbruch, denn es waren Wellen genug für alle vorhanden. Ein Teil war abgesperrt, weil der Surfrumble 2006 an diesem Tag in Scheveningen durchgeführt wurde. Auch hier konnte man in den eigenen Surfpausen noch einiges sehen. Insgesamt also ein sehr gelungener Kurztrip, von dem ich völlig gestoked und mit einem Grinsen im Gesicht, aber auch mit ein wenig Wehmut, dass der Tag schon zu Ende war, wieder dem Mond entgegen und der untergehenden Sonne im Rückspiegel zurück gen Osten fuhr. Anzeige Anzeige |
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